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Die größte deutsche Breitensport-Studie zu sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt startet die Online-Befragungen von Vereinsmitgliedern und Funktionär*innen 

Beim durch den Landessportbund NRW geförderten Forschungsprojekt „SicherImSport“, dem sich mittlerweile neun weitere Landessportbünde angeschlossen haben, bittet in dieser Woche das beteiligte Universitätsklinikum Ulm per Link die Mitglieder von Sportvereinen um hilfreiche Antworten. Die anonymisierten Forschungsergebnisse sollen mithelfen, die künftige Präventionsarbeit im organisierten Sport gemeinsam sinnhaft weiterentwickeln zu können. „Die aus unserer Sicht überfällige Studie wird einen wesentlichen Beitrag dabei leisten, wenn es darum geht, Sportorganisationen als verlässliche und sichere Orte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu stärken“, betont LSB-Vorstand Martin Wonik.

„Dank der Initiative aus NRW wird die wichtige Arbeit von ‚Safe Sport‘, dem Forschungsprojekt zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im organisierten Sport in Deutschland, in den Breiten- und Vereinssport verlängert. Die erfreuliche Teilnahme von insgesamt zehn Landessportbünden lässt valide und wertvolle Erkenntnisse für die Prävention erwarten“, sagt DOSB-Vorstand Jugendsport und dsj-Geschäftsführerin Christina Gassner, die die aktuelle Studie im Projektbeirat begleitet.

„Wir wollen und brauchen ein wirklich aussagekräftiges Bild der Situation im Breitensport mit seinen Risikofaktoren wie Abhängigkeiten und hierarchische Machtverhältnisse. Dabei helfen uns vor allem möglichst umfassende Daten zu Häufigkeit und Formen sexualisierter Grenzverletzungen“, verdeutlicht Dr. Birgit Palzkill, unabhängige Beauftragte zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport des Landessportbundes NRW. „Tatsächlich ist bislang nicht klar, wie häufig es im gemeinnützig organisierten Vereinssport zu Belästigung und Gewalt kommt oder wie die Tatumstände sind. Auch interessiert es uns, wie Betroffene dies erleben und damit umgehen, aber auch wie die Vereine und regionalen Verbände mit Fällen von Grenzüberschreitungen umgehen“, erklären Prof. Dr. Bettina Rulofs (Leiterin im Arbeitsbereich Sportsoziologe/Uni Wuppertal) und Dr. Marc Allroggen (Leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Ulm) die Anliegen der in dieser Form bislang einmaligen Studie, in deren Verlauf auch die Perspektiven von Betroffenen auf die Präventions- und Interventionsarbeit des LSB NRW einbezogen werden sollen.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://go.lsb.nrw/sicherimsport

Um sich an der Studie zu beteiligen, nutzen Sie bitte folgenden Link: https://ww2.unipark.de/uc/Vereinsmitgliederbefragung_SicherImSport/