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Im Alter von 71 Jahren ist sie viel zu früh von uns gegangen: Anne Hanne Siepenkothen ist tot. Der rheinische Reitsport verliert mit ihr eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte. Am Ende eines an schlechten Nachrichten wahrhaft reichen Jahres bildet dies einen traurigen Abschluss. Anne-Hanne Siepenkothen hat ihr Leben dem Gemeinwohl gewidmet. Das zeigte sich schon in ihrem politischen, noch viel mehr aber in ihrem ehrenamtlichen Engagement.

Vom 30. Mai 1985 bis zum 2. Juni 2005 war sie Mitglied des Landtags des Landes Nordrhein-Westfalen. Dort wirkte sie zum Wohle des Reitsports im Petitionsausschuss, in dem sie oft erfolgreich Einfluss nahm, damit für den Reitsport nachteilige Entscheidungen unterblieben oder berichtigt wurden. Ebenso setzte sie sich beim Land für den Neubau der Landes- Reit- und Fahrschule in Langenfeld ein, dessen Gelingen ohne ihre Mitwirkung nur schwer vorstellbar gewesen wäre. 
Dem Vorstand des Pferdesportverbandes Rheinland gehörte sie von 1992 bis 2014 an und war dort über Jahre hinweg die einzige Frau. Dabei engagierte sich Anne-Hanne Siepenkothen als Frauenbeauftragte, im Finanzbeirat und zeitweise auch in der Öffentlichkeitsarbeit. In ihrem Heimatverein, dem Reitsportverein Düsseldorf-Eller, war sie zunächst stellvertretende Vorsitzende, dann über viele Jahre erste Vorsitzende. Als sie nach ihrem Rücktritt als Präsidentin des Pferdesportverbandes Düsseldorf in einer schwierigen Situation des Vereins gebeten wurde, erneut dessen Führung zu übernehmen, stellte sie sich noch einmal in den Dienst der Sache. Ebenso unvergessen bleibt ihr Wirken für und in der St. Sebastianus Reitervereinigung. 

Von besonderer Bedeutung war auch ihr Engagement als Präsidentin des Pferdesportverbandes Düsseldorf. Dieses Amt bekleidete sie seit dem 13. April 1992 über 27 Jahre und prägte in dieser Zeit den Düsseldorfer Reitsport wie es niemand vor ihr vermochte. Mit unermüdlichem Einsatz förderte sie die Teilnahme der Düsseldorfer Reiter an Landesturnieren und Championaten, kümmerte sich um eine angemessene Würdigung der Erfolge von Düsseldorfer Reitern durch die Stadt, unterstützte die Düsseldorfer Vereine bei ihren Veranstaltungen, kümmerte sich aber auch um das Wohl der Freizeitreiter, die Gestaltung und den Erhalt der Reitwege. Dabei lag ihr besonderes Augenmerk stets auf der Förderung der Jugend und zwar auch derjenigen Jugendlichen, für die sich der Zugang zum Reitsport als schwierig erwies. Ihr Fokus galt dem Wohl der Düsseldorfer Mitgliedsvereine, die sich für die Vereine ergebenden Anforderungen und Probleme verstand sie wie wenige und bemühte sich stets um sachgerechte und vermittelnde Lösungen. Dazu beobachtete sie die Entwicklungen in den Mitgliedsvereinen mit großem, ehrlichem Interesse sehr genau und hielt sich stets über das, was in den Vereinen stattfand, gut unterrichtet. 
Nie zögerte sie, ihre aus ihrer politischen Arbeit erwachsenen, aber auch aus persönlichen Begegnungen resultierenden hervorragenden Verbindungen für das Wohl des Verbandes und der Düsseldorfer Reiter einzusetzen. Auch nach ihrem Rücktritt blieb sie als Ehrenpräsidentin dem Düsseldorfer Verband eng verbunden und begleitete ihn mit ihrem, aus langer politischer und sportpolitischer Erfahrung gewachsenen Rat, ebenso wie sie auch in der Vereinsarbeit weiterhin aktiv blieb und insbesondere den Nachwuchs an die Vereinsarbeit heranführte. 

Dies alles blieb natürlich nicht unbeachtet. Der Reitsport würdigte ihr langjähriges Engagement bereits 1991 durch die Ehrennadel mit Lorbeerkranz, im April 1999 mit der Großen Medaille des Pferdesportverbandes Rheinland. Schließlich wurde sie für ihre außerordentlichen Verdienste um den Pferdesport mit der Graf Landsberg Medaille in Silber geehrt und von der Mitgliederversammlung des Pferdesportverbandes Rheinland zum Ehrenmitglied ernannt.   

Ihr Verlust reißt eine große Lücke, ihren Einsatz und ihre Kompetenz werden wir schmerzlich vermissen.
Ihren Kindern und Enkeln gilt unser Mitgefühl.

Anne-Hanne Siepenkothen hat sich um den Reitsport im Rheinland und in Düsseldorf verdient gemacht. Die rheinischen Reiter werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Quelle: www.pferdesport-duesseldorf.de